Über uns

Wir wollen soziale Gerechtigkeit
Die KAB St. Josef Spellen ist ein Ortsverband mit über 100 Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung:

Die KAB Deutschlands ist eine selbstständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie ist anerkannt als Verband mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung. Mit etwa 125.000 Mitgliedern ist sie nach den Gewerkschaften die stärkste Arbeitnehmerorganisation in Deutschland. Sie untergliedert sich in Diözesanverbände, Bezirks- und Kreisverbände sowie Ortsvereine. Korporative Mitglieder der KAB sind die Christliche ArbeiterInnenjugend (CAJ) und die Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani Germania (ACLI Germania). Die KAB ist Mitglied der Weltbewegung christlicher Arbeiter (WBCA) und der Europäischen Bewegung christlicher Arbeiter (EBCA).

Die Geschichte der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung

Die KAB entstand als Zusammenschluss von Arbeitervereinen, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Bildungs- und Selbsthilfevereine konstituierten. 1849 gründete sich der erste Arbeiterverein u.a. als Unterstützungskasse in Regensburg. Ab 1860 entstanden die christlich-sozialen Vereine, die angesichts der „sozialen Frage“ gleiche politische, soziale und gesellschaftliche Rechte für die Arbeiterinnen und Arbeiter einforderten. Mit ca. 22.000 Mitgliedern im Jahre 1872 waren diese Vereine zusammengenommen die mitgliederstärkste Arbeiterorganisation in Deutschland.
Durch den Kulturkampf und die Sozialistengesetze in den 1870er Jahren mussten die Arbeitervereine in weiten Teilen ihre Arbeit einstellen. Ausgehend vom Katholikentag 1884 in Amberg verbreitete sich jedoch eine innerkirchliche Aufbruchsstimmung, die zur Neugründung zahlreicher pfarrlich organisierter katholischer Arbeitervereine beitrug. Förderer und Gründer dieser Vereine waren oftmals volksverbundene und mit dem Schicksal der Arbeiterschaft vertraute junge Geistliche, die sogenannten „Roten Kapläne“.

Am Ende des 19. Jahrhunderts werden unter ihrer Leitung auch zahlreiche Arbeiterinnenvereine ins Leben gerufen. Nicht zuletzt sollten die Arbeiterinnenvereine und Arbeitervereine durch sittlich-religiöse Erneuerung und Bildungsarbeit ihre Mitglieder vor der „sozialistischen Ideologie“ schützen und einen wirksamen Beitrag gegen die aufstrebende Sozialdemokratie leisten.
Die KAB wirkte als sozialpolitische Kraft an zahlreichen Gesetzesvorhaben mit, z.B. beim Ausbau der Unfallversicherung, der Altersvorsorge und der Mitbestimmung. Durch verbandszentrale Einrichtungen und Institute sowie den Ausbau der Beratungstätigkeiten schärfte die KAB ihr Profil als politische Bewegung, Selbsthilfebewegung, Bildungs- und Aktionsbewegung sowie internationale Bewegung.